Die Hypostase der Archonten (Nag-Hammadi-Codex II,4) by Ursula Ulrike Kaiser

By Ursula Ulrike Kaiser

Diese neu vorgelegte Textedition des Nag-Hammadi-Codex II,4 beruht auf einer Autopsie des Codex im Koptischen Museum zu Alt-Kairo und berücksichtigt darüber hinaus im kritischen Apparat auch die Ergebnisse aller früheren Editionen. Der sprachlichen Erschließung des Textes dient das umfassende grammatische check in, das in der bewährten culture des Berliner Arbeitskreises für koptisch-gnostische Schriften Berlin steht. Die Kommentierung des Textes konzentriert sich auf den textual content in seiner vorliegenden shape. Mögliche Vorformen und Traditionen werden dabei (insbesondere im Blick auf UW NHC II,5) diskutiert, von literarkritischen Scheidungen wird jedoch abgesehen. Über die Forschungsgeschichte informiert neben Angaben zu Ort, Zeit, Verfasser, Empfängern, Sprache, literarischer Gestalt und religionsgeschichtlicher Einordnung die Einleitung. Ausgezeichnet mit demAlexander-Böhlig-Preis 2007

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Religionsgeschichtliche Einordnung Es herrscht Einigkeit in der Forschung darüber, dass die HA ein gnostischer Text ist, ja sogar zu den „classic gnostic scriptures" gehört, wenn man LAYTON (Gnostic Scriptures, 65-76) folgen will. Was hingegen unter Gnosis zu verstehen sei, wird nach wie vor143 bis hin zur völligen Aufgabe der Bezeich138 Dazu gehören ζ. B. der jüdische Teufelsname Samael, das Motiv des Neides in der Paradiesgeschichte, die Bestimmung des Baumes der Erkenntnis als Feigenbaum, Kain als Sohn Evas und des Teufels (in Gestalt der verführenden Schlange), die Existenz eines Himmelsvorhangs, die Verbannung rebellierender Engel in feurige Abgründe oder die Vorstellungen vom göttlichen Thronwagen und dem mystischen Aufstieg zu seiner Schau.

A. RUDOLPH (Bibel) und PEARSON (Biblical Exegesis) gezeigt haben, von frühjüdisch-hellenistischen Traditionen beeinflusst. „Das primäre Interesse an den ,Urzeiten' verbindet diese gnostische Literatur mit der jüdisch-hellenistischen, in der bekanntlich gleiche Tendenzen vorhanden sind, wobei die Adamiten und andere biblische Urzeitheroen als Offenbarungsträger oder -empfänger eine Rollen spielen. Die Pseudepigraphie war eine beliebte Mode dieser Zeit (3. Jh. v. Chr. - bis in die frühchristliche Periode des 4.

Typhon) und die Szene der Baumwerdung der geistigen Frau (vgl. 142 1. 6. Religionsgeschichtliche Einordnung Es herrscht Einigkeit in der Forschung darüber, dass die HA ein gnostischer Text ist, ja sogar zu den „classic gnostic scriptures" gehört, wenn man LAYTON (Gnostic Scriptures, 65-76) folgen will. Was hingegen unter Gnosis zu verstehen sei, wird nach wie vor143 bis hin zur völligen Aufgabe der Bezeich138 Dazu gehören ζ. B. der jüdische Teufelsname Samael, das Motiv des Neides in der Paradiesgeschichte, die Bestimmung des Baumes der Erkenntnis als Feigenbaum, Kain als Sohn Evas und des Teufels (in Gestalt der verführenden Schlange), die Existenz eines Himmelsvorhangs, die Verbannung rebellierender Engel in feurige Abgründe oder die Vorstellungen vom göttlichen Thronwagen und dem mystischen Aufstieg zu seiner Schau.

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